Die Organisierte Kriminalität richtet allein in Deutschland einen finanziellen Schaden von jährlich 1,6 Milliarden Euro an, von den betroffenen Menschen ganz zu schweigen. Da sich die Verbrecher in internationalen Gruppen vernetzen, muss die EU zusammenarbeiten, auch online und mit KI. Das tut sie seit 2020 mit Erfolg. Die Chats aus den 2021 geknackten Kryptohandys SkyEEC und EnchroChat haben zu zahlreichen Verhaftungen geführt und den Ermittlern wichtige Einblicke verschafft. Auch Justiz- und Ermittlungsbehörden intensivieren ihren Austausch und arbeiten mit NGOs und Unternehmen zusammen.
Die organisierte Kriminalität weitet sich aus. Das liegt auch an ihren vielen Komplizen, an uns. Clubgänger ordern Drogentaxen, Influencerinnen bestellen gefälschte Markenprodukte, Männer besuchen Zwangsprostituierte. Andere stellen ihr Konto für Geldwäsche zur Verfügung. Die organisierte Kriminalität (OK) spannt außerdem geschickt Menschen für ihre Zwecke ein, die die OK ablehnen. Im schlimmsten Fall ist man bei ihr angestellt oder hat eine Wohnung bei ihr gemietet. Die OK zu erkennen und sich gegen sie zu stellen, ist schwer, aber wichtig. Nur wie?
In der EU sind laut Europol 821 kriminelle Netzwerke aktiv. Die gefährlichsten von ihnen sollen etwa 25.000 Mitglieder haben. Was sind das für Menschen, die mit Drogen, Menschen und Waffen in Milliardenhöhe handeln? Die Jugendliche als Killer anheuern, Konkurrenten foltern, Minister und Staatsanwälte bedrohen? Nach außen inszenieren sie sich oft als eiskalte Typen, die mit Geld und Gewalt prahlen. Ehemalige Mitglieder und Ermittler kennen die andere Seite: permanente Angst vor Verfolgung, faschistoide Züge, krankhafte Allmachtsfantasien. Gleichzeitig arbeiten organisiert Kriminelle hochprofessionell.
Autos, Maschinen, Chemieprodukte – Deutschland ist auf Export gepolt. Bereits im Deutschen Reich setzte die Regierung auf die Exportwirtschaft, um Arbeitsplätze für die verarmte Landbevölkerung zu schaffen. Nach dem Zweiten Weltkrieg rieten die Alliierten den deutschen Unternehmen, Waren für den Export zu produzieren, um die Armut zu senken und an Devisen zu kommen. Lange schien der Export die perfekte Lösung für wirtschaftliche und gesellschaftliche Probleme zu sein. Doch heute, da China weniger importiert und die USA auf eine ausgeglichene Handelsbilanz pochen, stößt unser mehr als 100 Jahre altes Wirtschaftsmodell an seine Grenzen.
Vor dem Sale ist nach dem Sale. Das ist kein Zufall. Schnäppchen und Rabatte wirken nahezu unwiderstehlich auf uns. Das liegt auch an unserem Gehirn. Es kann mit Geld nicht besonders gut umgehen. Vor allem die sogenannte Verlustaversion hält uns von klugen Geldentscheidungen ab. Aber auch unser Belohnungszentrum macht uns oft einen Strich durch die Rechnung. Die Plusminus-Hosts Anna Planken und David Ahlf räumen auf mit dem Mythos des „Rationalen Agenten“ und erklären, wann beim Shopping und an der Börse die Alarmglocken angehen sollten. Strategien, es besser zu machen, gibt es natürlich auch.