Traumatisiert -

 

Die Psyche im Ausnahmezustand

SWR2 Wissen, 31. Januar 2019, 8.30-9.00 Uhr

In den 1880er Jahren behandelte der junge Neurologe Hermann Oppenheim an der Berliner Charité Opfer von Eisenbahn- und Fabrikunfällen. Dabei fiel ihm auf, dass manche seiner Patienten neben körperlichen, auch psychische Folgesymptome zeigten. Oppenheim sah darin ein eigenes Krankheitsbild – und bezahlte einen hohen Preis: Kollegen griffen ihn an und spotteten über ihn. Heute bestreitet niemand mehr, dass es psychische Traumen gibt. Trotzdem ist die Diagnose immer wieder Gegenstand medizinischer und gesellschaftspolitischer Diskussionen. Warum ist das so? Und was sagt die aktuelle Forschung über Entstehung, Folgen und Behandlung von Traumatisierungen?

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